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|---|---|---|---|---|
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| 2 | GoldBet Pro | 150% bis $750 + 150 FS | Mobile App, VIP | 9.6 |
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| 5 | CryptoKing | $300 + 100 FS | Krypto-Fokus | 9.0 |
| Profil | Startkapital | Typischer Aktienanteil | Worauf achten? |
|---|---|---|---|
| 🌱 Einsteiger | Sparplan ab 25 € | 40–60 % | Keine Mindesteinmalanlage |
| 🌳 Langfristsparer | 1.000–10.000 € | 70–100 % | Niedrige Pauschalgebühr |
| 🍃 Nachhaltig orientiert | ab 500 € | 50–90 % | Strenge ESG-Kriterien |
| 🦋 Familien | ab 25 € je Kind | 60–90 % | Kinderdepot verfügbar |
Wer heute Geld digital anlegen möchte, kommt an einem fundierten Robo Advisor Vergleich kaum vorbei. Inzwischen gibt es in Deutschland mehr als ein Dutzend digitale Vermögensverwalter. Sie unterscheiden sich bei Mindestanlage, Gebühren, Anlagestrategie und Zusatzfunktionen wie Kinderdepot oder Firmendepot. Auf dieser Seite haben wir die relevanten Anbieter deshalb nicht nach einer pauschalen Bewertung sortiert, sondern nach den zwei Kriterien, die für die meisten Anleger entscheidend sind: Wie viel Geld brauchst du für den Einstieg, und welche Strategie verfolgt der Anbieter mit deinem Kapital?
Ein Robo-Advisor ist eine automatisierte Vermögensverwaltung. Du beantwortest online einen Fragebogen zu Zielen, Anlagehorizont, Einkommen und Risikobereitschaft. Daraus leitet der Anbieter eine Risikostufe ab und legt dein Geld in ein passendes Portfolio an. Meist besteht es aus ETFs auf Aktien und Anleihen, teilweise ergänzt um Rohstoffe, Gold, Immobilien oder Geldmarkt-Produkte. Das laufende Management übernimmt der Algorithmus beziehungsweise ein Investmentteam: Rebalancing, Wiederanlage von Ausschüttungen und oft auch die Optimierung von Steuern.
Die folgende Tabelle gibt dir einen ersten Überblick. Die Angaben sind Richtwerte aus unserer Recherche. Konditionen ändern sich regelmäßig, prüfe die aktuellen Daten daher immer direkt beim Anbieter, bevor du ein Depot eröffnest.
| Anbieter | Mindestanlage (ca.) | Sparplan ab (ca.) | Strategie-Schwerpunkt | Gesamtkosten p. a. (ca.) |
|---|---|---|---|---|
| growney | keine feste Einmalanlage | 25 € | passiv, breit gestreute ETFs | 0,6 – 1,0 % |
| Scalable Capital (Wealth) | niedrig, je nach Modell | 20 € | regelbasiert, aktiv gesteuerte Risikobegrenzung | ca. 0,9 – 1,0 % |
| Quirion | niedrig bis 500 € | 25 € | passiv, wissenschaftlich fundiert | 0,6 – 1,0 % |
| Whitebox | niedrig bis mittel | 25 € | passiv mit taktischer Steuerung | 0,5 – 1,2 % |
| ginmon | niedrig | ca. 10 – 50 € | passiv, Faktor-Ansätze | 0,8 – 1,0 % |
| Visualvest | niedrig bis 500 € | 20 – 25 € | passiv, auch nachhaltige Portfolios | 0,8 – 1,1 % |
| Gerd Kommer Invest | niedrig | ca. 25 € | Faktor-Strategie, weltweit | ca. 0,9 – 1,2 % |
| Liqid | mittel bis hoch, je nach Produkt | ab ca. 100 € | Global-Portfolio, Private Markets für hohe Vermögen | 0,6 – 1,2 % |
Die Tabelle zeigt schon eines: Den einen besten Robo-Advisor gibt es nicht. Ein Student mit 50 Euro Sparrate hat ganz andere Anforderungen als jemand, der eine Erbschaft von 150.000 Euro als Einmalanlage investieren will. Deshalb gehen wir in den folgenden Abschnitten systematisch nach Mindestanlage und Strategie vor.
Die Mindestanlage ist für viele Einsteiger das erste Ausschlusskriterium. Vor einigen Jahren verlangten digitale Vermögensverwalter noch 5.000 oder 10.000 Euro Startkapital. Heute ist die Einstiegshürde bei vielen Anbietern deutlich gesunken. Sie bieten Sparpläne ab 20 oder 25 Euro monatlich an. Trotzdem gibt es spürbare Unterschiede, die sich in drei Budgetklassen einteilen lassen.
Wenn du gerade anfängst und vor allem monatlich einen festen Betrag zur Seite legen willst, sind Anbieter mit niedrigem Sparplan-Minimum ideal. growney, Quirion, Visualvest, ginmon und Scalable Capital ermöglichen den Start mit kleinen Raten. Für dich zählt hier vor allem, dass keine Pauschalgebühren anfallen, die bei kleinen Beträgen prozentual stark ins Gewicht fallen. Fast alle modernen Robo-Advisor rechnen jedoch prozentual vom verwalteten Vermögen ab. Das ist bei kleinen Summen fair, denn 0,7 Prozent von 1.000 Euro sind nur 7 Euro im Jahr.
Achte bei kleinen Sparraten darauf, ob der Anbieter Bruchstücke von ETF-Anteilen kaufen kann. Sonst bleibt ein Teil deiner Rate als Cash liegen und dein Geld ist nicht vollständig investiert. Die meisten etablierten Robo-Advisor beherrschen das inzwischen problemlos.
In diesem Bereich bewegt sich der Großteil der Anleger. Hier stehen dir praktisch alle Anbieter offen, und du kannst frei nach Strategie und Kosten wählen. Interessant wird es bei der Gebührenstruktur. Einige Anbieter staffeln ihre Verwaltungsgebühr nach Anlagebetrag, andere bieten Pakete an. Bei growney zum Beispiel sinkt die prozentuale Gebühr ab bestimmten Schwellen, ähnliche Rabattstufen findest du bei Whitebox und Quirion. Wer etwa 20.000 Euro anlegt, sollte daher genau durchrechnen, welche Stufe er erreicht.
Ein sinnvoller Ansatz in diesem Budgetbereich: Kombiniere eine Einmalanlage mit einem laufenden Sparplan. So nutzt du den Zinseszinseffekt auf dein vorhandenes Kapital und profitierst gleichzeitig vom Durchschnittskosteneffekt bei regelmäßigen Einzahlungen.
Ab sechsstelligen Beträgen ändern sich die Spielregeln. Einige Anbieter bieten dann zusätzliche Leistungen: persönliche Ansprechpartner, individuellere Portfolios oder Zugang zu alternativen Anlagen wie Private Equity. Liqid etwa richtet einen Teil seines Angebots gezielt an vermögende Kunden und bietet in höheren Stufen Zugang zu Private Markets. Auch bei Scalable Capital und Whitebox profitieren größere Vermögen von niedrigeren Gebührensätzen.
Bei hohen Summen lohnt sich ein genauer Robo Advisor Vergleich besonders. Schon 0,2 Prozentpunkte Unterschied bei der Gebühr bedeuten bei 200.000 Euro Anlagevolumen 400 Euro pro Jahr. Über 20 Jahre summiert sich das inklusive entgangener Rendite auf einen fünfstelligen Betrag.
Neben der Mindestanlage ist die Anlagestrategie der zweite große Unterschied zwischen den Anbietern. Hinter dem einheitlichen Begriff Robo-Advisor verbergen sich sehr verschiedene Philosophien. Wer sie versteht, kann gezielt auswählen, statt nur auf Werbeversprechen zu reagieren.
Die klassische Variante: Der Anbieter legt eine feste Aufteilung zwischen Aktien und Anleihen fest, die zu deiner Risikostufe passt, zum Beispiel 70 Prozent Aktien und 30 Prozent Anleihen. Das Geld wird breit über weltweit gestreute ETFs investiert. Weicht die Gewichtung durch Kursbewegungen zu stark ab, folgt ein Rebalancing. Ansonsten passiert wenig. growney, Quirion und ginmon setzen im Kern auf diesen Ansatz. Er basiert auf der wissenschaftlich gut belegten Erkenntnis, dass aktives Stock-Picking langfristig selten besser abschneidet als der Gesamtmarkt.
Der Vorteil: geringe Transaktionskosten, hohe Transparenz und gut nachvollziehbare Entscheidungen. Der Nachteil: In Crashphasen fällt das Depot weitgehend mit dem Markt. Ein aktiver Schutzmechanismus fehlt.
Einige Anbieter gehen einen Schritt weiter und passen die Portfoliogewichtung dynamisch an die Marktlage an. Scalable Capital ist dafür in Deutschland das bekannteste Beispiel. Das Wealth-Angebot nutzt ein Risikomodell, das die Aktienquote reduziert, wenn die erwartete Schwankung steigt. Ziel ist es, ein festgelegtes Verlustrisiko nicht zu überschreiten. Auch Whitebox kombiniert eine strategische Grundallokation mit taktischen Anpassungen.
Ob sich das lohnt, ist umstritten. In manchen Marktphasen schützt das aktive Management vor tiefen Verlusten. In schnellen Erholungsphasen kann es dagegen Rendite kosten, weil die Aktienquote zu spät wieder erhöht wird. Wichtig ist, dass du das Prinzip verstehst und dich wohlfühlst, wenn dein Depot sich anders entwickelt als ein reiner Weltindex.
Fast jeder Anbieter hat inzwischen nachhaltige Portfolios im Programm. Dabei werden ETFs ausgewählt, die nach Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien filtern. Die Unterschiede sind allerdings groß. Manche Anbieter schließen nur besonders kontroverse Branchen wie Waffen oder Kohle aus. Andere setzen auf strenge SRI-Indizes oder Best-in-Class-Ansätze. Wenn dir Nachhaltigkeit wichtig ist, solltest du das Factsheet lesen und dir die verwendete Indexmethodik genau ansehen. Visualvest, Quirion, growney und ginmon bieten hier jeweils eigene Varianten an.
Faktorinvesting übergewichtet bestimmte Aktiensegmente, die historisch eine Mehrrendite geliefert haben, etwa Value-Aktien, kleine Unternehmen (Small Caps) oder Titel mit hoher Profitabilität. Gerd Kommer Invest und teilweise auch ginmon setzen auf solche Ansätze. Für Anleger mit langem Horizont und Geduld kann das interessant sein. Faktorprämien können aber über viele Jahre ausbleiben.
Manche Robo-Advisor beschränken sich bewusst auf Aktien und Anleihen. Andere nehmen weitere Anlageklassen auf. Gold und andere Rohstoffe dienen als Diversifikation und Krisenschutz. Börsennotierte Immobilien (REITs) bringen eine zusätzliche Ertragsquelle. Einige Anbieter bieten außerdem separate Geldmarkt-Lösungen an, um kurzfristig geparktes Geld verzinst anzulegen. Mehr Anlageklassen sind nicht automatisch besser, sie machen das Portfolio aber widerstandsfähiger gegen einzelne Marktschocks.
Viele Anleger schauen beim Vergleich nur auf die Verwaltungsgebühr des Anbieters. Das ist zu kurz gedacht. Die tatsächlichen Gesamtkosten setzen sich aus mehreren Bausteinen zusammen, und erst die Summe zeigt, was dich eine Geldanlage beim jeweiligen Anbieter kostet.
Ein einfaches Beispiel zeigt, warum Kosten so wichtig sind. Angenommen, du legst 10.000 Euro an und sparst zusätzlich 200 Euro monatlich, bei einer angenommenen Bruttorendite von 6 Prozent pro Jahr. Bei Gesamtkosten von 0,6 Prozent ergibt sich nach 20 Jahren ein Endvermögen von grob 115.000 Euro. Bei 1,2 Prozent Gesamtkosten sind es nur noch rund 102.000 Euro. Der Unterschied von 0,6 Prozentpunkten kostet dich also über 12.000 Euro. Die Zahlen sind vereinfacht und berücksichtigen keine Steuern, die Größenordnung macht den Effekt aber deutlich.
Deshalb lohnt sich ein ehrlicher Robo Advisor Vergleich, der alle Kosten einbezieht. Achte auf die Angabe der Gesamtkostenquote, die Anbieter laut gesetzlichen Vorgaben im Kosteninformationsblatt ausweisen müssen. Dort findest du alle Bausteine aufgeschlüsselt.
Diese Frage stellen sich viele, und sie ist berechtigt. Ein selbst verwaltetes ETF-Depot bei einem günstigen Neobroker kostet oft nur die TER der Fonds, also 0,1 bis 0,2 Prozent. Ein Robo-Advisor ist daher fast immer teurer. Dafür bekommst du Zeitersparnis, automatisches Rebalancing, professionelle Strategie und vor allem Disziplin. Viele Privatanleger handeln in Krisen emotional und verkaufen im falschen Moment. Wenn ein Robo-Advisor dich davor bewahrt, kann sich die Mehrgebühr schnell rechnen. Ich empfehle eine ehrliche Selbsteinschätzung: Wenn du dich nicht mit Rebalancing, Asset-Allokation und Fondsauswahl beschäftigen willst, ist ein Robo-Advisor eine sehr sinnvolle Lösung.
Die Frage nach der Sicherheit steht bei vielen Anlegern an erster Stelle, vor allem bei jüngeren Fintech-Unternehmen. Die gute Nachricht: Das Geld bei einem seriösen Robo-Advisor ist strukturell sehr gut geschützt, sofern du auf einige Punkte achtest.
In Deutschland tätige Robo-Advisor benötigen eine Erlaubnis als Finanzportfolioverwalter. Sie unterliegen der Aufsicht der BaFin, der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, oder einer vergleichbaren europäischen Aufsichtsbehörde. Die Aufsicht prüft unter anderem Eigenkapitalanforderungen, Geschäftsorganisation und den Umgang mit Kundengeldern. Ob ein Anbieter zugelassen ist, kannst du in der öffentlichen Unternehmensdatenbank der BaFin selbst nachprüfen. Diesen Schritt empfehlen wir vor jeder Depoteröffnung.
Der wichtigste Schutzmechanismus: ETFs sind Sondervermögen. Das bedeutet, die Fondsanteile gehören rechtlich dir und nicht dem Robo-Advisor oder der Depotbank. Geht einer der Beteiligten insolvent, fallen deine ETF-Anteile nicht in die Insolvenzmasse. Sie werden auf ein anderes Depot übertragen. Ein Totalverlust durch die Pleite des Anbieters ist bei ETF-Portfolios daher praktisch ausgeschlossen. Das Marktrisiko bleibt natürlich bestehen: Fallen die Aktienkurse, sinkt auch der Wert deines Depots.
Liegt ein Teil deines Geldes als Cash auf einem Verrechnungskonto, greift die gesetzliche Einlagensicherung. Sie schützt Guthaben bis 100.000 Euro pro Kunde und Bank. Da Robo-Advisor in der Regel nur einen kleinen Cash-Anteil halten, ist dieser Punkt meist unkritisch.
Schau dir an, bei welcher Bank dein Depot tatsächlich geführt wird. Viele Robo-Advisor arbeiten mit etablierten deutschen Partnerbanken wie der Baader Bank, der DAB BNP Paribas oder eigenen Banklizenzen. Auch der Umgang mit deinen persönlichen Daten spielt eine Rolle. Seriöse Anbieter verarbeiten Daten DSGVO-konform und sichern Login und App mit Zwei-Faktor-Authentifizierung ab.
Ein Robo-Advisor ist nicht nur für das klassische private Vermögensdepot geeignet. Viele Anbieter haben ihre Produkte inzwischen auf besondere Lebenssituationen erweitert. Wenn du einen dieser Anwendungsfälle hast, kann das die Auswahl stark eingrenzen.
Ein Kinderdepot läuft auf den Namen des Kindes und wird von den Eltern verwaltet. Der große Vorteil: Das Kind hat eigene steuerliche Freibeträge. Durch den Sparerpauschbetrag und den Grundfreibetrag bleiben Kapitalerträge in vielen Fällen komplett steuerfrei. Wegen des langen Anlagehorizonts von oft 18 Jahren oder mehr eignet sich ein Kinderdepot ideal für eine hohe Aktienquote. growney, Quirion, Visualvest, ginmon und Whitebox bieten ein Kinderdepot an, teilweise zu vergünstigten Konditionen.
Wichtig zu wissen: Das Geld im Kinderdepot gehört rechtlich dem Kind. Eltern dürfen es nicht einfach für eigene Zwecke entnehmen, und mit Volljährigkeit erhält das Kind die volle Verfügungsgewalt. Wer flexibler bleiben möchte, spart stattdessen im eigenen Depot für das Kind.
Für Unternehmer kann ein Firmendepot spannend sein. Wer überschüssige Liquidität in seiner GmbH hat, kann diese im Unternehmen anlegen. Gewinne aus Aktien-ETFs werden auf Firmenebene steuerlich teilweise begünstigt behandelt. Nicht alle Robo-Advisor bieten ein Firmendepot an. Ist es verfügbar, unterscheiden sich die Konditionen teils deutlich vom Privatdepot. Quirion, Whitebox, Scalable Capital und Liqid haben entsprechende Lösungen im Angebot. Hier lohnt sich vor der Anlage eine Abstimmung mit dem Steuerberater.
Einige Anbieter bieten neben dem normalen Depot auch Lösungen für die Altersvorsorge an, etwa fondsgebundene Rentenversicherungen, Rürup-Renten oder Produkte für die betriebliche Altersvorsorge. Diese Produkte haben steuerliche Vorteile, sind aber oft weniger flexibel und teurer. Für die meisten Sparer ist ein regulärer Robo-Advisor-Sparplan als ergänzende Altersvorsorge die einfachere Wahl.
Paare, die gemeinsam Vermögen aufbauen, sollten prüfen, ob ein Gemeinschaftsdepot möglich ist. Damit lassen sich die Sparerpauschbeträge beider Partner kombiniert nutzen. Die meisten großen Robo-Advisor unterstützen Gemeinschaftsdepots für Ehepaare.
Nachdem wir Mindestanlage, Strategie, Kosten, Sicherheit und Sonderformen beleuchtet haben, fassen wir die Auswahl in einem praktischen Leitfaden zusammen. Er hilft dir, aus unserem Robo Advisor Vergleich eine konkrete Entscheidung abzuleiten.
Bevor du Anbieter vergleichst, solltest du wissen, wofür du sparst. Altersvorsorge in 30 Jahren erlaubt eine deutlich höhere Aktienquote als die Anzahlung für eine Wohnung in vier Jahren. Faustregel: Geld, das du in den nächsten drei bis fünf Jahren brauchst, gehört nicht oder nur zu einem kleinen Teil in Aktien.
Entscheide, ob du eine Einmalanlage tätigst, regelmäßig sparst oder beides kombinierst. Dein Anlagebetrag bestimmt, welche Anbieter infrage kommen und welche Gebührenstufen du erreichst. Lege außerdem einen Notgroschen von drei bis sechs Monatsausgaben auf einem Tagesgeldkonto an, bevor du investierst.
Willst du einfach den Weltmarkt abbilden, ist ein passiver Anbieter wie growney oder Quirion naheliegend. Legst du Wert auf aktive Risikosteuerung, schau dir Scalable Capital oder Whitebox genauer an. Sind dir Nachhaltigkeit oder Faktorprämien wichtig, grenzt das die Auswahl weiter ein. Es gibt kein Richtig oder Falsch. Entscheidend ist, dass du der Strategie auch in schwachen Börsenjahren treu bleibst.
Vergleiche die Gesamtkostenquote aus Verwaltungsgebühr und ETF-Kosten für deinen konkreten Anlagebetrag. Viele Anbieter haben Gebührenrechner auf ihrer Website. Unterschiede von wenigen Zehntelprozentpunkten wirken unbedeutend, summieren sich aber über Jahrzehnte erheblich.
Am Ende musst du dich mit dem Anbieter wohlfühlen. Probiere die App und das Online-Dashboard aus, sofern ein Demo-Zugang verfügbar ist. Lies einen unabhängigen Testbericht und prüfe, wie der Kundenservice erreichbar ist: per Telefon, E-Mail oder Chat. Manche Anbieter bieten zudem eine persönliche Beratung oder Webinare an, was gerade für Einsteiger hilfreich sein kann.
Diese Empfehlung ersetzt keine individuelle Anlageberatung. Sie soll dir helfen, die Auswahl schnell einzugrenzen. Weitere Details findest du in unseren ausführlichen Testberichten zu den einzelnen Anbietern unter Robo-Advisor Testberichte.
Viele Vergleichsseiten listen die Rendite der vergangenen Jahre prominent auf. Vergangene Wertentwicklung ist jedoch kein verlässlicher Indikator für die Zukunft. Außerdem ist der Vergleich oft verzerrt. Ein Portfolio mit 90 Prozent Aktien wird in guten Börsenjahren immer besser abschneiden als eines mit 50 Prozent, das sagt aber nichts über die Qualität des Anbieters aus. Vergleiche Performance daher nur innerhalb ähnlicher Risikostufen und über möglichst lange Zeiträume von mindestens fünf Jahren. Unabhängige Langzeitstudien zeigen, dass die Unterschiede zwischen passiven Anbietern bei gleicher Aktienquote meist gering sind. Die Kosten machen dann den entscheidenden Unterschied.
Ein guter Robo Advisor Vergleich bewertet deshalb nicht nur die nackten Renditezahlen. Er bezieht auch Schwankungsbreite, maximale Verluste in Krisen wie 2020 oder 2022 sowie die Kosten mit ein. Wenn du diese Faktoren gemeinsam betrachtest, triffst du eine deutlich fundiertere Entscheidung als mit einem bloßen Blick auf das Ranking.
Viele Anbieter locken mit Prämien oder gebührenfreien Monaten für Neukunden. Ein solches Angebot kann sich lohnen, etwa wenn die ersten zwölf Monate ohne Verwaltungsgebühr laufen. Bei einer Anlagedauer von 15 oder 20 Jahren sollte eine Aktion jedoch nie den Ausschlag geben. Wähle zuerst den passenden Anbieter und nimm eine laufende Aktion dann als Bonus mit. Aktuelle Aktionen fassen wir auf unserer Seite Robo-Advisor Neukundenangebote zusammen.
Unser Fazit: Der beste Robo-Advisor ist der, der zu deinem Budget, deiner Strategie und deiner Persönlichkeit passt. Nutze diesen Robo Advisor Vergleich als Ausgangspunkt. Prüfe die aktuellen Konditionen beim Anbieter und starte lieber heute mit einem kleinen Sparplan, als auf den perfekten Zeitpunkt zu warten. Zeit im Markt ist beim langfristigen Vermögensaufbau fast immer wichtiger als das perfekte Timing.
Mehrere Anbieter ermöglichen den Einstieg bereits mit sehr kleinen Beträgen. growney, Visualvest, Quirion, ginmon und Scalable Capital bieten Sparpläne ab etwa 20 bis 25 Euro monatlich an, teilweise ganz ohne feste Einmalanlage. Die genauen Grenzen ändern sich gelegentlich. Prüfe deshalb vor der Eröffnung die aktuellen Konditionen direkt beim Anbieter. Für Einsteiger ist eine niedrige Mindestanlage ideal, um das Prinzip kennenzulernen und schrittweise Vermögen aufzubauen.
Ja, strukturell ist dein Geld gut geschützt. Robo-Advisor in Deutschland unterliegen der Aufsicht der BaFin oder einer vergleichbaren EU-Behörde. Die gekauften ETFs sind Sondervermögen und gehören dir, auch wenn der Anbieter oder die Depotbank insolvent wird. Bargeld auf dem Verrechnungskonto ist über die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro abgesichert. Nicht geschützt bist du dagegen vor Kursschwankungen am Kapitalmarkt. Diese gehören zur Geldanlage in Aktien dazu.
Unbedingt. Zwar setzen fast alle Anbieter auf ETFs, die Unterschiede liegen aber im Detail: Gebühren, Gewichtung von Aktien und Anleihen, Beimischung von Gold, Rohstoffen oder Immobilien, aktive oder passive Steuerung sowie Zusatzangebote wie Kinderdepot oder Firmendepot. Schon kleine Kostenunterschiede summieren sich über 20 Jahre auf mehrere tausend Euro. Auch die Strategie beeinflusst, wie stark dein Depot in Krisen schwankt.
In der Regel ja. Seriöse Robo-Advisor haben keine Mindestlaufzeit und keine Kündigungsfristen. Du kannst Teilbeträge oder dein gesamtes Depot jederzeit auflösen. Der Verkauf der ETF-Anteile und die Überweisung auf dein Referenzkonto dauern meist einige Werktage. Beachte, dass bei einer Entnahme in einer Schwächephase des Marktes Verluste realisiert werden können. Bei Gewinnen fällt außerdem Abgeltungsteuer an, sofern dein Sparerpauschbetrag ausgeschöpft ist.
Gewinne aus Robo-Advisor-Depots unterliegen in Deutschland der Abgeltungsteuer von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Bei deutschen Depotbanken wird die Steuer automatisch abgeführt. Mit einem Freistellungsauftrag nutzt du deinen Sparerpauschbetrag. Bei Aktien-ETFs greift zudem eine Teilfreistellung, wodurch ein Teil der Erträge steuerfrei bleibt. Einige Anbieter optimieren die Steuerlast zusätzlich, etwa durch gezielte Verlustverrechnung.
Das hängt von dir ab. Ein eigener ETF-Sparplan ist meist günstiger, erfordert aber Wissen, Zeit und Disziplin für Fondsauswahl und Rebalancing. Ein Robo-Advisor nimmt dir diese Arbeit ab und verhindert emotionale Fehlentscheidungen. Dafür zahlst du eine Verwaltungsgebühr. Wenn du dich ungern mit Geldanlage beschäftigst oder in Krisen zu impulsiven Verkäufen neigst, ist ein Robo-Advisor oft die bessere Wahl. Erfahrene Anleger mit klarer Strategie fahren mit einem eigenen Depot hingegen günstiger.
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